Folge 2: Grundeinkommen

In der letzten Folge haben wir die Nachteile neoliberaler Sozial- und Arbeitsmarktpolitik aufgezeigt. Doch wie könnte man die Folgen der Globalisierung, des technischen Fortschritts und der vielen Geburten bzw. schlechten Bildungschancen besser abmildern? Ein Grundeinkommen kann eine Lösung sein. Nachdem wir uns mit Kommentaren zur letzten Senndung beschäftigt haben, stellen wir aus den vielen Modellen kurz drei populäre Ansätze vor.

Im Anschluss entwickeln wir die Idee das Grundeinkommen schrittweise einzuführen. Denn auch wenn sich die Grundeinkommensansätze in der Auszahlungshöhe und der Finanzierung unterscheiden, wird immer eine unmittelbare Einführung angestrebt. Das erschwert unserer Ansicht nach die politische Umsetzung.

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10 Gedanken zu „Folge 2: Grundeinkommen“

  1. Hallo 🙂

    # Wirtschaft erklären.
    Ja, gut, okay. Aber wollt ihr da nicht mal mit den grundsätzlichen Dingen anfangen? Im Gegensatz dazu, wie ihr das in dieser Folge darstellt, tut ihr das nämlich überhaupt gar nicht.
    Ihr erklärt den Leuten jetzt hier was auf dem Arbeitsmarkt so Phase ist und wie ein Grundeinkommen funktionieren könnte, dabei habt ihr den Leuten nicht einmal erklärt was Wirtschaft überhaupt ist. Gut, das kann man sich auch zusammengooglen, aber ihr, da ihr das ja nun studiert habt als Nebenfach, solltet ja nun einen besseren Überblick und Durchblick haben, sodass ihr die wesentlichen Dinge nochmal aufgreifen könnt, die heutzutage überhaupt nicht selbstverständlich sind. Vielleicht nie waren. Ich meine, euer Podcast richtet sich nicht an die Leute, die ohnehin Wirtschaft studiert haben. Die brauchen euren Podcast nicht, weil sie das entweder eh wissen, oder weil sie viel besser wissen, wo man nachschauen kann und bringen auch das Verständnis mit. Euer Podcast richtet sich ja doch aber an die Leute, die mit dem ganzen Zeug eben nichts anfangen können. Haben vielleicht mal paar Begriffe gehört, paar Zeitungsartikel gelesen, aber an grundlegendem Verständnis fehlt es ihnen. Denen hilft dann auch Google nicht weiter. Man kann sich den Mist dann zwar anlesen, aber begreifen tut man’s eben nicht.

    Als Beispiel: „Alle“ Leute kritisieren den Neoliberalismus. Was der Neoliberalismus aber ist, das wissen die wenigsten, geschweige denn auf welchen grundfalschen Annahmen der aufbaut. Ohne dieses Vorwissen bringt diese Kritik wenig.

    Oder um mal beim Begriff „Wirtschaft“ zu bleiben. Die Leute denken dann an Unternehmen und Konzerne, ans Arbeiten gehen und ans Einkaufen gehen und solcherlei profane Dinge. Das trifft den Kern der Wirtschaft aber gar nicht, auch wenn es als Konsequenz daraus entsteht.

    Und dann ist es halt so, dass die grundlegenden Dinge, was ist Wirtschaft, was ist ein Markt, was ist Geld überhaupt, was ist Tausch, welche Sektoren gibt es, auf welchen Annahmen basieren Modelle, usw., das ist zwar an sich nie aktuell in den Medien präsent, aber es schwingt immer mit und ist damit auch immer aktuell.

    Man kann das ja verbinden. Erst was zum Urschleim erklären und dann was aus den Medien aufgreifen. Das muss auch gar nicht zwingend aktuell sein, es reicht, wenn es interessant ist.

    # Es ist nicht das Modell schuld daran, dass es nicht funktioniert, sondern der Rahmen?
    An diesem Punkt muss ich schon wieder gleich Einspruch einlegen. Weil diese Aussage grundfalsch ist. Das neoliberale Wirtschaftsmodell KANN NICHT funktionieren. Das liegt nicht am Wirtschaftspolitischen Rahmen, sondern am Modell, an der Idee selbst, weil es den Wirtschaftsvorgang vollkommen falsch darstellt. Dass das überhaupt zur Frage steht, verblüfft mich doch jetzt sehr. Also es sind durchaus die Modelle schuld, durch die Maßnahmen abgeleitet werden, die in der Realität nicht funktionieren.

    Ich möchte euch das hier mal erklären:
    Was ist Neoliberalismus überhaupt? Der Neoliberalismus in der bedeutungsgewandelten Definition ist Marktfundamentalismus. Der Glaube, dass der Marktvorgang alleine die Bedürfnisse, das Wohl aller Menschen erfüllen kann. Es baut auf die Neoklassik auf und diese wiederum auf der Klassik.
    Demnach können wir folgende Ideen nacheinander aufstellen, wobei das spätere das frühere beinhaltet oder abwandelt. Klassik:
    • Arbeitswertlehre
    • Unsichtbare Hand (Adam Smith)
    • Eigentum, Freihandel, Vertragsfreiheit
    • Konzept der „freien Marktwirtschaft“
    Neoklassik:
    • Abkehr von der Arbeitswertlehre hin zur Nutzenwertlehre
    • Marginalismus (Grenznutzentheorie)
    Neoliberalismus:
    • Freier Markt -> Marktfundamentalismus
    • Privatisierung
    • Deregulierung der Märkte (& Wettbewerbs-„Förderung“)
    • Monetarismus
    • Steuersenkungen

    Der „freie Markt“ als Konzept unterliegt bestimmten Annahmen. Heißt der freie Markt funktioniert nur dann, wenn es ein „vollständiger Markt“ ist, ein „perfekter Markt“.
    • Vollständige Markttransparenz: Alle Teilnehmer wissen alles.
    • Keine Marktzutritts- oder Austrittsbarrieren (zum Teil wirtschaftspolitischer Rahmen)
    • Unendliche Geschwindigkeit
    • Keine Präferenzen
    • Homogenität der Güter
    • Atomistische Marktteilnehmer (keine Monopole, keine Oligopole, vollständige Konkurrenz)
    • Punktförmigkeit des Marktes

    An diesen Grundannahmen, die der freie Markt bedarf, seht ihr hoffentlich schon, dass das ganze Modell, das ganze Konstrukt schon nicht funktionieren kann. Und zwar überhaupt nicht funktionieren kann. Egal wie man den ordnungspolitischen Rahmen gestaltet.
    • Punktförmigkeit des Marktes: Es gibt keine Distanzen. Jede Nachfrage und jedes Angebot liegt unmittelbar nebenan (-> z.B. keine Transportkosten). Diese Annahme fordert, dass du in Deutschland deine Brötchen in Südafrika kaufen sollst, wenn sie dort am günstigsten sind. Die Welt ist aber kein Punkt, sondern eine riesige Kugel mit teils extremen Distanzen von Punkt A nach Punkt B. Muss ich noch erwähnen, dass diese Annahme grundlegender und überaus idiotischer, unerfüllbarer Unsinn ist?
    • Fehlende Präferenzen: Am Beispiel der Brötchen in Südafrika erklärt, bedeutet diese Annahme, dass du keine persönlichen Vorlieben in die Kaufentscheidung fließen lässt, sondern lediglich den Preis der Güter entscheiden lässt. Wir haben alle Präferenzen, und wenn es nur um Nutella geht anstatt von Nudossi. VW vs. BMW. Coca Cola vs. VitaCola, …
    • Homogenität der Güter: Nur absolut gleiche Güter können verglichen werden. Um es wieder an den Brötchen festzumachen: Keine Brötchen sind jemals gleich. Bei dem einen Bäcker sind sie rund, beim anderen eckig, bei dem einen sind sie süßer, beim anderen weniger süß, whatever. Das eine ist mit 2 % Dinkelmehl, das andere nicht. Auch wenn sie denselben Preis haben, sind diese Produkte nicht homogen.
    • Atomistische Marktteilnehmer: Heißt eigentlich nur, dass jeder Marktteilnehmer nur seinen eigenen Bedarf decken darf, weil das die kleinst mögliche Einheit ist (atomistisch). Aber selbst wenn man es weniger streng auslegt, bedeutet diese Annahme, dass die Unternehmen am Markt zum Beispiel keine Macht haben, weil es zu viele Unternehmen gibt, die dasselbe machen (Polypol .. auf beiden Seiten: Anbieter und Nachfrager).
    • Unendliche Geschwindigkeit: Auf jede Aktion eines Marktteilnehmers folgt sofort und unmittelbar die Reaktion. Wenn ein Anbieter die Angebotsmenge senkt, findet sich sofort ein anderer Anbieter, der die Angebotsmenge hebt. Wenn ein Anbieter die Preise anhebt, findet sich sofort ein anderer, der das Produkt zu günstigeren Preisen wieder anbietet. Genauso bei den Nachfragern. Wenn einer ein Gut nur zu einem geringeren Preis haben will, findet sich sofort jemand, der auch bereit ist den höheren Preis zu zahlen. Die Marktteilnehmer passen sich unendlich schnell dem Marktgeschehen an um zum Marktgleichgewicht zu kommen.
    • Keine Barrieren: Teilweise ordnungspolitischer Rahmen, weil ein Staat auch extra Barrieren einrichten kann, wie etwa ausländischen Unternehmen zu verbieten ein Produkt anzubieten oder Zölle zu erheben. Aber die Barrieren gehen noch viel tiefer. Aus Sicht des Marktes gibt es zum Beispiel auch Barrieren als Anfangsinvestition um überhaupt an dem Markt teilnehmen. Es gibt zum Beispiel 2 große Flugzeughersteller: Boeing und Airbus, die sich den Flugzeugmarkt in etwa unter sich aufteilen, auch wenn es noch ein paar kleinere Unternehmen gibt (die spielen kaum eine Rolle). Die Barriere hier besteht darin, dass ein dritter großer Hersteller unglaublich hohe Investitionen zu tätigen hätte um überhaupt erstmal ein einziges Flugzeug herzustellen und er könnte dann nicht einmal gewiss sein, dass er Absatz findet, weil sein Produkt um das Vielfache teurer ist als die der schon bestehenden Anbieter, schon allein wegen der Kostendegression. Als Ausgleich müsste der Staat quasi für die Investitionen zuschießen und eine Nachfrage garantieren, was aber an anderer Stelle wieder Barrieren für die anderen Anbieter darstellen würde. Also auch hier wieder eine nicht zu erfüllende Annahme damit der freie Markt überhaupt funktioniert.
    • Und zu guter Letzt noch die vollständige Transparenz: Jeder Nachfrager muss über jedes Angebot vollständig Bescheid wissen und jeder Anbieter muss über jede Nachfrage vollkommen Bescheid wissen. Also jeder muss alles wissen. Denn nur so kann sich das Marktgleichgewicht immer wieder einstellen. Dabei ist das gerade der Punkt, der von den mächtigen Marktteilnehmern verhindert wird, der Markt soll ja eben nicht wissen was das Unternehmen plant oder nur bestimmte Inhalte. Auch die Existenz und der Schutz von Firmengeheimnissen widersprechen dieser Annahme grundlegend. Dabei ist die Börse noch der Markt, der am ehesten dieser Forderung und der Forderung nach einem punktförmigen Markt nahe kommt. Alle anderen Märkte können weder diese Annahme noch irgendeine andere dieser Annahmen erfüllen.

    Auf diesem Konzept bauen die anderen hier erwähnten Ideen von Wirtschaftsstrukturen auf (Klassik, Neoklassik, Neoliberalismus):
    • Unsichtbare Hand: Das Marktgeschehen selbst führt wie durch eine unsichtbare Hand geführt dazu, dass alle ihre Bedürfnisse befriedigen können und ihren Wohlstand mehren. So die Lehre. Dabei ist das praktisch unmöglich, weil der tatsächliche Markt eben kein perfekter Markt ist. Und diesen Mangel kann man auch nicht durch ordnungspolitische Rahmengestaltung heilen, es ist faktisch unmöglich. Die unsichtbare Hand des freien Marktes führt dazu, dass Unternehmen Marktmacht aufbauen und diese ausnutzen um mehr Gewinn zu generieren und aber die Steuerlast zu senken (Lobbyismus). Das geht schon allein aus der Chancenungleichheit hervor. Leute, die schon Geld haben, können diesen Vorsprung nutzen um ihr Vermögen noch weiter zu erhöhen. Der freie Markt hilft ihnen dabei sogar, weil eben jeder auf sich allein gestellt wird (atomistischer Markt, persönliche Nutzenmaximierung). Das führt zur systematischen Ausbeutung derer, die sich nicht gegen dieses System wehren können (Zins- und Zinseszins zum Beispiel, Umverteilung der Löhne als Dividenden). Ergebnis: Eine verelendende Gesellschaft und eine Untergrabung der Grundrechte.
    • Privatisierung: Aufgrund des unperfekten Marktes führt die Privatisierung nicht zu einer Effizienzsteigerung des freien Marktes, sondern im Gegenteil: Zu einer Schädigung der Marktteilnehmer. Eben weil sich dadurch die Marktmacht noch weiter unter Konzernen verdichten kann und die Normalbürger sich nicht mehr dagegen wehren können durch Umstieg auf einen öffentlich-rechtlichen Anbieter. Außerdem hält die Privatisierung ebenfalls nicht ihr Versprechen der Verbesserung des Angebotes, teilweise nicht mal die Beibehaltung der vorherigen Standards. Aufgrund des Kostendrucks und der Ökonomisierung des Angebots ist der private Anbieter gezwungen Kosten einzusparen unter denen dann zumeist vor allem die Qualität leidet. Das können wir auch an unendlich vielen Beispielen beobachten, dass es so ist (z.B. Trinkwasser-Privatisierungen).
    • Deregulierung der Märkte: Selbe Richtung wie bei den Privatisierungen. Die Regulierungen wurden eingerichtet um eben die benachteiligten Nachfrager (ggü. der Marktmacht von Anbietern, weil der Markt eben nicht atomistisch ist) zu schützen und um einen einheitlichen und verlässlichen Konsens auf dem Markt aufzubauen. Wenn dieser Schutz wegfällt, führt das als Konsequenz logisch nur dazu, dass sich alle auf dem Markt wie die Schweine verhalten und jeden Mist machen, den man sich ausdenken kann. Aufgrund von dieser Art von Wettbewerbs-„Förderung“ führt das außerdem dazu, dass große Anbieter auf den Markt schwemmen und die kleinen Anbieter verdrängen, schon einfach weil sie dem Kostendruck erliegen. Das führt zur Verdichtung von Marktmacht unter wenigen Anbietern, die diese Marktmacht dann oft auch schamlos ausnutzen und noch größer werden, während sie gleichzeitig fordern, dass es im „freien Markt“ ja auch keine Einmischung des Staates geben darf. Praktisch steht der „freie Markt“ sogar einer ordnungspolitischen Rahmensetzung insgesamt entgegen, da jeder Rahmen eine Freiheit beschränkt. Im Ordoliberalismus hat man wenigstens einen „geordneten“ Rahmen gefordert, aber auch das ging schon teilweise in die falsche Richtung. Dass absolute Freiheit aber zu Mord und Totschlag führt, das haben schon die antiken Gesellschaften gewusst, oder um es mit dem späteren Kant zu formulieren: Du darfst alles tun, vorausgesetzt dass du damit nicht die gleichen Rechte der anderen verletzt. Was der moderne Neoliberalismus von der Gesellschaft fordert ist ein maximal kleiner Staatsapparat, der lediglich Sicherheitsfunktionen wahrnimmt (Polizei): den sogenannten „Nachtwächterstaat“. Dass der eben nicht ausreicht, sollte allen im Kontext von Marktmacht, TTIP und CETA bekannt sein.
    • Monetarismus: Steuerung der Wirtschaft durch den Geldschöpfungsmechanismus, Geldmengensteuerung. Konzentration auf die Inflation und Arbeitslosigkeit, Vernachlässigung anderer Faktoren von Wohlstand. Funktioniert ebenfalls nicht, weil auch diese Theorie auf grundfalschen Annahmen basiert, wie etwa konstanter Umlaufgeschwindigkeit des Geldes und konstanter Angebotsmengen, sodass sich daraus ergebe, dass die Steuerung der Geldmenge direkten Einfluss auf die Preisverhältnisse habe.
    • Steuersenkungen: Um die Anbieterseite auf dem Markt zu unterstützen, sollen die Steuern gesenkt werden. Dass die aber dadurch nicht ihr Angebot verbessern, sondern nur daran denken den größeren übrigen Gewinn für sich zu behalten, ins Ausland zu bringen, das ist keinem ein Geheimnis. An die Funktionstüchtigkeit einer Demokratie sind Marktwirtschaftler, insbesondere Freie-Marktwirtschaftler, also ergo Kapitalisten schon gar nicht interessiert, das muss uns nicht wundern, dass aber auch die Politik keinen Gedanken an eine funktionierende Demokratie mehr verschwendet, .. okay, wundern sollte uns das auch nicht, aber zumindest stören sollte es uns. Tut es aber den Wenigsten, schon weil sie die verborgenden Konsequenzen von Markt und Macht und Lobby weder begreifen, noch ahnen (siehe aufkommen der AfD). Lustiger Weise noch eine Anekdote dazu: Der Keynesianismus besagt, dass in wirtschaftlich schlechten Zeiten der Staat die Wirtschaft mit Subventionen und Steuersenkungen unterstützen solle, zum Beispiel. Dass der Keynesianismus damit aber einen Hauptgrund mitlieferte warum es Deutschland haushaltspolitisch so schlecht geht (abgesehen von der Schwarzen Null, die ebenfalls kritisch betrachtet werden kann), daran denkt keiner. Denn wenn wirtschaftspolitisch der Keynesianismus immer nur dann angewandt wird, wenn keynesianisch zu Steuersenkungen aufgerufen wird, diese Steuersenkungen aber nicht in wirtschaftlichen Hochzeiten durch Steuererhöhungen wieder ausgeglichen werden (und ich rede von den gleichen Steuern, nicht von Steuerumschichtung), sondern dann wieder zum neoliberalen Staat-Nicht-Einmischungs-Idiotismus zurückgekehrt wird weil es der Wirtschaft ja wieder besser geht, dann führt das eben dazu, dass der Staatshaushalt und die Wirtschaft nachhaltig ruiniert werden und man dem Keynesianismus seinen Sinn und Zweck beraubt.

    Was haben wir also hoffentlich daraus gelernt?
    Weil der „freie Markt“ nicht funktionieren kann, funktionieren daraus resultierend weder das klassische Wirtschaftsmodell, noch das neoklassische Wirtschaftsmodell, noch der Neoliberalismus. Und zwar, wie gesagt, nicht aufgrund von schlechter ordnungspolitischer Rahmengestaltung, sondern weil das ganze Freie-Markt-Konzept, das ganze Modell schon nicht funktioniert.

    # Grundeinkommen.
    Was das Thema angeht. Naja, war soweit in Ordnung. Und das sage ich nicht, weil ich dafür bin. Bin eher so ein Zweifler des Konzepts. Ich möchte mich aber dazu gar nicht so sehr auslassen, wie gesagt, ihr habt das schon ganz gut gemacht und auch Kritikpunkte einfließen lassen und das von einem relativ neutralen Standpunkt erklärt. Man hätte das vielleicht an noch ein paar mehr Zahlen festmachen können, es wirkte mir etwas vorgebetet. Vielleicht so eine Berechnung von so einem Volkswirt mal aufgreifen und näher erläutern. Dann können die Leute auch mehr damit anfangen, inhaltlich, anstatt wieder nur zu hören, _dass_ es wohl gehen würde oder eben nicht.

    Wie auch immer.
    Grüße ^^

  2. Hi,

    zum Thema BGE möchte ich Euch unbedingt auf ein Modell hinweisen dass leider noch wenig Bekanntheit genießt, welches m.E. aber das beste wirtschaftliche Gesamtkonzept ist dass ich je gelesen habe; Das Bandbreitenmodell von Jörg Gastmann.

    Ich werde nicht versuchen es hier in Kurzform zu erklären um es nicht falsch oder verkürzt darzustellen.
    Alle Infos findet Ihr auf der Seite http://www.economy4mankind.org bzw http://www.bandbreitenmodell.de (die neuere, erste Seite ist noch nicht ganz fertiggestellt).

    Würde mich freuen hierzu Eure Meinung hier oder in einer der nächsten Folgen zu hören!

    Bis dahin weiter so, bin gespannt wie sich der Podcast entwickelt.

    Grüße,
    Peat

    1. Wir hatten ja in der Folge angesprochen, dass viele Bürger zwar schon neue politische Kräfte wollen, aber eher kleinere Reformschritte möchten. Das verlinkte System scheint mir noch ein bisschen radikaler als die vorgestellten Modelle zu sein.

      1. Da stimme ich Dir zu.
        Es würde alles komplett umkrempeln, daher ist natürlich die Hürde für die Durchsetzung sehr hoch. Ich finde gerade deshalb dass die Idee in der gesamten Bevölkerung Verbreitung finden muss, in den öffentlichen Diskurs fließen muss, wo es konstruktiv besprochen, erklärt und natürlich auch optimiert werden kann.

        Mehrheitsfähig ist es meiner Meinung nach auf jeden Fall weil es fair und finanzierbar ist und weil wirtschaftlich es die wichtigste Frage der nahen Zukunft sein wird wie wir das Einkommen von der Erwebstätigkeit entkoppeln können ohne dass dem Markt die Kunden entfallen. Freiwillig werden “die Eliten” (um diesen etwas platten Begriff mal zu nutzen) es natürlich nicht umsetzen aber der Handlungsbedarf ist M.E. gegeben.


        P.S.: wenn man den Download Button klickt öffnet sich ein weiteres Fenster mit einem Player. Auch Rechtsklick->Link speichern unter… funktioniert nicht.
        Es wär schön wenn beim Downloadbutton auch wirklich ein Download stattfindet, sonst muss man umständlich in den Feed um sich den Podcast zu ziehen.

        1. Es ist natürlich völlig legitim, der öffentlichen Meinungsfindung eine hohe Leistungsfähigkeit zuzutrauen. Ich glaube aber nicht so sehr daran.

          Der Downloadbutton ist wirklich ein Problem. Google sagt, dass es lösbar ist. Ich werde es versuchen.

  3. Der Podcast Abonnieren Button (übrigens mit einem B ;)) ermöglicht es mir euch auf meinem Android Device mit wenigen Clicks dem Podcatcher meiner Wahl (z. B. Antenna Pod) hinzuzufügen.

  4. Ahh, ich sehe ihr habt etwas Komfortabilität (Kapitelmarken) eingebaut. Ich find’ nur den Laut-/Leise-Knopf nicht. Wahrscheinlich bin ich nur zu müde gerade, oder tatsächlich blind. ^^

    1. Die Kapitelmarken waren ein langer Kampf. Aber ich habe gewonnen:)
      Die klassische Ansicht des Webplayers (wie beim Aufwachenpodcast) funktioniert mit den kapitelmarken bei uns nicht ganz so gut.
      Deswegen habe ich auf die neue Version gewechselt (wie bei der Lage der Nation). Bei der Lage der Nation gibt es irgendwie auch keinen Lautstärkeregler. Auf der Entwicklerseite sind die auch nicht zu finden. Es lag also nicht an den müden Augen.
      Google hat mir ebenfalls keine Lösung aufgezeigt. Ich muss mal überlegen, ob ich auf die klassische Ansicht des Webplayer zurückwechsele und dann da manuell die Kapitelansicht anpasse oder hoffe, dass die Lautstärkeregelung irgendwann in den neuen Player kommt.
      Ich setze das mit auf die Liste der technischen Probleme.

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